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Ojub Titijev

Ojub Titijev

Ich bin Ich bin tschetschenischer Menschenrechtsverteidiger und Niederlassungsleiter des Memorial Zentrums in Grosny. Am 9. Januar 2018 wurde ich willkürlich von Polizei wegen angeblichem Drogenschmuggel verhaftet..

Ojub Titijev (geb. am 24.8.1957) ist ein tschetschenischer Menschenrechtsverteidiger und Niederlassungsleiter des Memorial Zentrums in Grosny. Am 9. Januar 2018 wurde er willkürklich von der Polizei wegen angeblichem Drogenschmuggel verhaftet. Er wurde zur Polizeistation gebracht und dort einige Stunden in Isolation festgehalten. Alle Anschuldigungen hat er verneint. Am 11. Januar wurde er vom Gericht in Schali zu einer 2-monatigen Haftstrafe verurteilt.Im März wurde die Haftstrafe um weitere 2 Monate verlängert, im April um einen weiteren Monat. Es wird erwartet, dass der Fall im Mai vor Gericht kommt.

Kurz nach Titijevs Verhaftung hat der Druck auf seine Familie begonnen, welche mittlerweile Tschetschenien verlassen musste. Ojub Titijev wurde zu einem falschen Geständnis gezwungen und es besteht das Risiko der Folter. Seine Kollegen gaben an, dass gegen ihn während der Ermittlungen neue "Beweise" erstellt werden.

Amnesty International glaubt, dass die Anklage gegen Ojub Titijev konstruiert worden ist und er hinter Gittern geendet ist, damit er mundtot gemacht wird und seine meschenrechtlichen Aktivitäten nicht mehr fortführen kann. Ojub Titijev ist ein politischer Häftling, der nur aufgrund seiner friedlichen Menschenrechtsaktivitäten verhaftet wurde. Alle Anschuldigungen gegen ihn müssen zurück gezogen werden und er muss umgehend und bedingungslos entlassen werden.

Der Druck auf Memorial und Titjevs Kollegen ist während dessen gestiegen. Titijevs Anwalt Petr Zajkin gab an, dass er in Tschetschenien verfolgt wird. In der Nacht des 17. Januars haben unbekannte maskierte Männer das Büro des Memorials im Nachbarland Inguschetien in Brand gesetzt. Am 19. Januar hat die Polizei das Büro in Grosny durchsucht. Es scheint, das einige "Beweise" (improvisierter Aschenbecher und firsch ausgedrückte Zigarette mit unbekanntem Inhalt, der sich nach Untersuchungen als Marihuana entpuppt hat) arrangiert wurden, damit Titijev angezeigt werden konnte, da niemand aus dem Kollegium im Büro Raucher ist. Das Auto des Memorials, welches in Tschetschenien Petr Zajkin benutzt hat, wurde am 22. Januar in Dagestan angezündet. Zur gleichen Zeit haben Mitglieder des Memorials in Dagestan Todesdrohungen per SMS erhalten. Am 28. März haben unbekannte Angreifer den Direktor des dagestanischen Memorials Sirazhutdin Datsijev überfallen und brutal zusammen geschlagen. Das Memorial ist überzeugt, dass diese Ereignisse mit der Verfolgung von Ojub Titijev in Tschetschenien zusammen hängen.

Das Einschüchtern und Belastigen des Memorials muss ein Ende nehmen und deren Mitarbeitern muss eine Weiterführung ihrer legitimien Arbeit mit Menschenrechten gewährt werden ohne jegliche Einmischung oder Einschränkung.