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Andrej Rudomacha

Andrej Rudomacha

Ich bin Ich bin ökologischer Aktivist und Chef der Organisation Environmental Watch for the North Caucasus. Für meine Arbeit werde ich verfolgt und mit meinen Kollegen wurde ich sogar tätlich angegriffen..

Andrej Rudomacha (geb. 16.9.1963) ist ein ökologischer Aktivist und Leiter der nichtstaatlichen Organisation Environmental Watch for the North Caucasus (EWNC), welche ihren Sitz in der Region Krasnodar, im Südwesten Russlands, hat. Mehr als 20 Jahre waren EWNC Aktivisten, welche auf ehrenamtlicher Basis arbeiten, in Aktivitäten eingebunden für den Kampf für die außergewöhnliche Natur im Norden des Kaukasus', welche einzigartige Wälder, die Küste des Schwarzen Meeres und örtliche Flüsse umfasst. Vor den Olympischen Winterspielen 2014 haben sie dafür gekämpft, dass Bauprojekte nicht die Natur der Region beeinträchtigen oder zerstören.

In letzter Zeit wurden jedoch Ermittlungen gegen die ökologischen Aktivisten eingeleitet wegen Wilderei auf der Grundlage von Anschuldigungen von hohen Beamten aus der Region Krasnodar. Die Aktivitäten der Gruppe von Beamten der Abteilung der Innenpolitik in der Administration von Krasnodar hat zu dem Beginn einer schmutzigen Kampagne gegen örtliche Aktivisten und Mitgliedern der Opposition geführt, welche auch das unzulässige Abholzen der Wälder und Bauprojekte verfolgt hat, welche in Verbindung zu örtlichen und föderalen Beamten und Unternehmen in hohen Position stehen.

Am 28. Dezember 2017 wurden laut Informationen der Webseite "Free Media" Andrej Rudomacha, seine Kollegen Viktor Chirikov und Aleksandr Savaljev zusammen mit der Journalistin Vera Kholdnajova von drei maskierten Männern angegriffen. Die Aktivisten waren gerade von einer Besichtigung eines Geschützen Waldstücks in der Nähe von Krinnisty, ein Dorf in der Nähe der Stadt Gelendschik an der Schwarzmeerküste, auf ihrem weg zurück ins Büro. Sie hatten herausgefunden, dass Bäume auf vier Bastellen abgeholzt wurden, hier waren bereits Baugruben gegraben, Autobahnen gebaut und an einer Stelle des geschützten Ortes war eine orthodoxe Kirche gebaut. Während dieser Besichtigung wurde Viktor Chirkov von der Wache festgehalten, die forderte, dass er jegliche aufgenommene Fotografien der Geschehnisse lösche.

Die Angreifer haben wohl genau gewusst, wann die Aktivisten wieder zurück kehren werden in ihre Büros und sie haben auf sie gewartet. Aufzeichnungen von Überwachungskameras zeigen, dass sich drei Männer um das Haus für eine halbe Stunde bewegt haben und sie haben ihre Plätze eingenommen ungefähr 90 Sekunden vor dem Eintreffen der Aktivisten.

Die Aktivisten wurden von hinten angegriffen als sie aus dem Auto ausgestiegen sind. Andrej Rudomacha wurde mir Pfefferspray angegriffen. Darauf hin hat ein Angreifen auf ihn eingeschlagen, sodass dieser zu Boden fiel, und er ihn ins Gesicht trat bis Andrej ohnmächtig wurde. Er wurde so schwer verletzt, dass er hospitalisiert werden musste mit einer Gehirnerschütterung, eines Riss der Schädeldecke, mehrfachen Brüchen im Gesicht, abgebrochenen Zähnen und chemischen Verbrennungen in den Augen.

Die anderen Aktivisten wurden ebenso mit Pfefferspray angegriffen und danach zusammen geschlagen. Der gesamte Angriff dauert ungefähr 2 Minuten.

Danach haben die Angreifer jegliche Kameraaufzeichnungen aus dem Auto gestohlen, die die Aktivisten bei ihrer Besichtigung der unzulässigen Abholzung und Bebauungen gemacht haben.

Nach dem Angriff wurde ein Ermittlung in die Wege geleitet basierend auf Artikel 161, Teil 2 des russischen Strafgesetztes - "Diebstahl begangen von einer Gruppe". Andrej Rudomacha und seine Kollegen sind überzeugt, dass die Ermittlung auf Artikel 277 des russischen Strafgesetzes beruhen sollte - "Versuchter Mord an einem Funktionär der Öffentlichkeit oder Aktivisten" und diese sollte auf der föderalen Ebene geführt werden, damit diese effektiver ist. Obwohl eindeutige und brauchbare Beweise vorliegen, wie z.B. die Videoaufzeichnungen oder Fingerabdrücke der Täter, so wurden die Täter bis heute nicht gefasst und die Ermittlungen wurden faktisch angehalten.

Am 9. Januar 2018 hat Andrej Rudomacha eine Drohung von einer E-Mail-Adresse smertrudomaxe@gmail.com (was im russischen "Tod dem Rudomacha" bedeutet) erhalten. Der anonyme Autor hat auf Facebook zu einem Foto von Andrej geschrieben, welches nach dem Angriff aufgenommen wurde, dass "im Kuban es keinen Platz gibt für Menschen, die den Satan anbeten und ausländische Finanzen für die Liquidation Russlands benutzen unter dem Vorwand des Schutzes der Natur und der Umwelt. Es wäre für dich sicherer, wenn du gehst...". Ein Kollege und Vertreter von Andrej, Dimitri Sevcenko, hat eine ähnliche Nachricht erhalten von der gleichen E-Mail-Adresse mit der Aufforderung das Land zu verlassen. Der Verfasser der E-Mail ist stets unbekannt.

Wir fordern die russischen Behörden auf wirksam und unparteiisch den Angriff an Andrej Rudomacha und seinen Kollegen aufzuklären und um die Aufklärung der Drohungen, sodass die Täter vor das Gericht gebracht werden können.